Der Anfang Aug. 2020…

Im Frühjahr (bevor das böse “C” kam) hab ick mir so überlegt, den Nutzfahrzeugfuhrpark mal auf den Prüfstand zu stellen. Nach dem “sinnieren” kam ick zu dem Entschluss…ick will das anders haben.

Und so ging das sofort mit der Umsetzung los. Rundmail an alle, wo ick meinte das die mir helfen könnten. Gleichzeitig der Check der Fahrzeugmärkte…

Recht schnell war eine Sattelzugmaschine gefunden. Hach wie passend…

…ein LN2 Typ 1120. Ick hatte damals nich auf den Rat eines befreundeten Spediteurs gehört.

“Digger…das is nix halbes und nix ganzes…also für das was Du vor hast…is das nix…”

Ick fand den 1120 aber fetzig…bis ick den 1. Trailer aufgesattelt hatte.

Natürlich fährt das…aber selbst mit dem leeren Trailer war der “Kleene” schon sehr “bemüht”. Der 1120 hatte also nur einen kurzen Auftritt und wie es der Zufall wollte, wusste ick wer genau so eine LN2-SZM sucht.

Tjoa…der nächste Zufall war dann, das mein Freund Paul jemanden kannte, der eine “Erwachsene” Zugmaschine abzugeben hatte. Die bot er mir schon vor dem Kauf der LN2-SZM an aber damals stellten sich die Nackenhaare auf…als Paul das Wort…“Magnum”…sprach.

Magnum is Renault und Renault ist Franzmannkram und mit den Franzmännern hab ick nen spezielles Verhältnis. Aber dann wurde ick aufgeklärt…in so nem Magnum steckt sehr viel Schwedentechnik. Und Magnum der letzten Generation (ab Mitte 2008) ist technisch kein Mist…einzig…die eigenwillige Optik des Magnum…die ist über die Jahre geblieben.

Kumpel von mir ist Nutzfahrzeugmechaniker und wie es ein weiterer Zufall will…arbeitet er in einer Volvo/Renault Lkw Werkstatt. Nachdem wir ausgiebig Brainstorming betrieben hatten und er meine Vorurteile zerstreut hat, machte ick mich dann Anfang August auf den Weg in die Nähe von Köln.

Der Speditionshof war schnell gefunden und die Begrüßung war mehr als herzlich.

Hackepeterbrötchen und KauKau…dazu jede Menge Benzin….NÄ….Dieselgespräche…das fing gut an.

Ging auch gut weiter…mit ner Einweisung in die neue “Welt”

Eigentlich ja alles keine Raketentechnik…aber…für einen wie mich…der es gern beim NFZ Oldschool mag, so mit manueller Einspritzpumpe, ohne Kraftstoffgekühlte Steuergeräte, ohne Bordcomputer…kam dann bei der Probefahrt…

…schon ein wenig “Raumschiff-Feeling” auf. Die riesige Kabine tat ihr übriges. Aber ganz so “Oldschool” bin ick ja nu auch nicht…als ick mit dem “Cube” allein ne Runde gedreht habe, wurden alle Systeme gecheckt, der BC und sein Self-Diagnostic-System sind intuitiv zu bedienen…sowas gefällt mir.

Die Probefahrt war gut, bis auf ein poltern an der VA und eine nicht funktionierende Klimaanlage, trübte nichts weiter den Eindruck und das Bauchgefühl war auch gut. Also den “Haufen” gekauft. Dann damit zu Freunden aufn Kaffee hin…die wohnten 10km entfernt.

Aber erst mal anne Tanke.

Die knapp 1200 ltr. Tankvolumen hab ick nicht ausgereizt. Weil 480 ltr. reichen bis daheim und an der Tankanlage waren zu dem Zeitpunkt, schon Umbaupläne in meinem Kopf.

Passend zum Kfz, gab es das Eis

500 digitale PS…knapp 13 Liter Hubraum…2450Nm an der Kurbelwelle…joa…lööpt…

Dann los zum Paul…Kaffee trinken um dann endlich mit dem Magnum die Heimreise an zu treten. Kaum beim Paul geparkt und Motor abgestellt…kroch mir der Duft von warmen Kühlwasser in die Nase. Unterm Fahrzeug wurde die Pfütze immer größer.

Zwischen Kabine und Chassis war zu erkennen wo es raus kam. Also Kabine kippen.

Der Rücklaufschlauch zum Ausgleichsbehälter, schubberte sich am Kabinenboden durch. Nicht weiter tragisch, das konnte leicht gefixt werden.

Stück Kupferrohr und paar Schellen hatte ick zwar nicht dabei, immerhin kaufte ich einen Werkstattgepflegten Franzosen aus 1. Hand, aber Paul hatte alles was nötig war, um den Magnum wieder flott zu bekommen.

Dann gab es endlich Kaffee und danach konnte es endlich los gehen auf die über 600km lange Heimreise.

Alle Systeme standen auf “go” und so rollerten wir dahin.

Bis das “männliche” Truckerfeeling vom Hungergefühl eingeholt wurde. Also…Pause…

…schnell was gefuttert und weiter…

…und ohne weitere Probleme am nächsten Morgen so um 4 Uhr rum in Diggerdorf angekommen.